Contactlinsen-Anpassung nach refraktiver Chirurgie. Teil 1.

Oft wird auch heute noch für die refraktive Chirurgie mit dem Argument geworben, nach der Operation ohne Sehhilfe sehen zu können. Es ist interessant zu wissen, wie hoch der tatsächliche Anteil der LASIK-Operierten ist, die ohne jegliche optische Korrektion auskommen.

Verschiedene Studien zeigen, dass fünf bis zehn Jahre nach dem Eingriff nur ca. 78% der Patienten eine Fernpunktrefration aufweisen, die um weniger als eine Dioptrie von der Emmetropie abweicht. Umso höher die Myopie im Vorfeld gewesen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die operierten Patienten nach wie vor auf den Gebrauch einer optischen Korrektion angewiesen sind. Spätestens im presbyopen Alter benötigen die Patienten eine Lesebrille oder Contactlinsen.

Das Anpassen von Contactlinsen stellt uns durch die Hornhautveränderungen vor verschiedene Herausforderungen. Wir benötigen spezielle Contactlinsen-Geometrien, und oftmals ist die Verträglichkeit durch den veränderten Tränenfilm bzw. die veränderte Tränenfilm-Produktion eingeschränkt.

Autor: 
Nora Bretschneider
Release Date: 
01.10.2010